About Me

Genau so habe ich lange gelebt.

La vie en rose war nicht einfach ein Spruch für mich, sondern ein inneres Prinzip. Ich habe das Gute gesehen, selbst dort, wo es kaum noch vorhanden war. Ich habe entschuldigt, erklärt, verstanden, getragen. Nicht, weil ich naiv war – sondern weil ich geglaubt habe, dass Liebe bedeutet, nicht aufzugeben.

Heute bin ich 27.
Und ich sehe klarer.

Ich lebe immer noch nach diesem Motto, aber nicht mehr blind. Die rosarote Brille ist nicht weg – sie sitzt einfach nicht mehr festgeschraubt. Ich nehme sie ab, wenn es nötig ist. Ich erkenne, dass Perfektion eine Illusion ist. Dass Menschen Widersprüche sind. Dass Liebe nicht heisst, sich selbst zu verlieren.

Das berühmte Lied La vie en rose erzählt von einer Frau, die sich verliebt und dabei alles andere vergisst. Und ja, das kenne ich gut. Ich war oft genau diese Frau. Männer haben mir den Kopf verdreht, mich hoffen lassen, mich zweifeln lassen – und ich habe trotzdem festgehalten. Aus Angst. Aus Sehnsucht. Aus dem Wunsch heraus, gesehen zu werden.

Dieser Blog entsteht nicht, weil ich alles im Griff habe.
Sondern weil ich mitten im Prozess bin.

Ich schreibe über Beziehungen, Dating, Nähe und Distanz. Über Selbstzweifel, Stärke, Rückfälle, Wachstum. Über das Frau-Sein in einer Welt, die oft erwartet, dass wir entweder stark oder lieb, selbstständig oder angepasst, laut oder angenehm sind – aber selten alles zugleich.

Ich schreibe, um ehrlich zu sein.
Zu mir selbst und zu euch.

Nicht alles hier wird schön sein. Nicht alles leicht. Aber es wird echt. Und vielleicht erkennt sich die eine oder andere darin wieder. Vielleicht lacht ihr. Vielleicht tut es kurz weh. Vielleicht fühlt ihr euch weniger allein.

Das hier ist kein Ratgeber.
Es ist ein Raum.

Also → viel Spass beim Lesen. Beim Wiedererkennen. Beim Hinterfragen. Und ja, vielleicht auch beim Dating.