Frau sein ist schon eine ziemlich interessante Angelegenheit. An einem Montag fühlt man sich hinreissend, am Dienstag passt plötzlich keine Hose mehr und am Mittwoch fragt man sich ernsthaft, ob man sein Leben verändern muss oder einfach seine Periode bekommt. Dazu kommen Hormone, Körpergefühl, Energie, Ernährung, Selfcare und diese besondere weibliche Fähigkeit, gleichzeitig erschöpft zu sein und trotzdem noch fünf Dinge erledigen zu wollen. Hier geht es um all das, worüber Frauen untereinander erstaunlich selbstverständlich sprechen und ausserhalb dieser Gespräche plötzlich viel zu wenig. Um Tage, an denen wir unseren Körper mögen, und solche, an denen bereits der Blick in den Spiegel eine unnötige Diskussion eröffnet. Um Wohlbefinden ohne perfekte Morgenroutine, Frau sein ohne Beschönigung und die gelegentlich ernüchternde Erkenntnis, dass eine Gesichtsmaske zwar nett ist, aber leider nicht jedes Problem löst.
Und irgendwo zwischen Zyklus, Selbstfürsorge, Körper und dem Versuch, sich selbst nicht ständig optimieren zu wollen, bleibt eine Frage: Wann haben wir eigentlich beschlossen, dass Frau sein auch noch eine Aufgabe sein muss?